Pflanzlich basiert, alltagstauglich und genussvoll.

Sehr beliebt ist ketogene Ernährung, um ohne zu hungern abzunehmen.
(siehe dazu mein Blogbeitrag: Eine Kur zur Stoffwechseloptimierung und gesundem Abnehmen ohne Jojoeffekt)

In diesem Beitrag hier sehen wir, dass diese Ernährungsform noch viel mehr kann.

Es wird hierbei die Zufuhr von Kohlenhydraten auf ein Minimum reduziert. Die Ernährung besteht nun vor allem aus eiweißreichen Lebensmitteln und guten Fetten, wie Olivenöl, Nüsse und Saaten.
Kohlenhydratreiche Lebensmittel, wie Kartoffeln, Getreideprodukte, viele Früchte und Zucker aller Arten sind tabu.

Meist denkt man bei ketogen an Unmengen von Fleisch, aber das geht auch sehr gut anders:

Der Hauptfokus liegt auf grünem Gemüse (diese enthalten weniger Kohlenhydrate als rotes/gelbes Gemüse). Eat the rainbow gilt immer noch, nur halt hauptsächlich grün.

Beeren sind wertvoll und laden zum Genießen ein (Bananen, Trauben, Pfirsiche haben viel mehr Kohlenhydrate, diese während einer Phase von ketogener Ernährung meiden).

Hochwertige Eiweißquellen: Fisch und Fleisch aus artgerechter Haltung und Bio, Tofu, Tempeh, Quark (oder pflanzliche Alternativen), als Basis für Muskulatur.
Eiweiß ist sehr sättigend.

Gute Fette sind wesentlich (Olivenöl, Nüsse, Samen).

 Nur eine Ernährung, die schmeckt, satt macht und die man genießt, kann man längerfristig umsetzen.

Wir brauchen viel mehr Eiweiß, als bisher angenommen.
Jüngere und aktive Menschen brauchen 1-1,2g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht.
Ältere Menschen und sportlich sehr Aktive auch mehr.
Mit zunehmendem Alter ist die Muskelmasse von Bedeutung, denn nicht nur Osteoporose, sondern auch Sarkopenie, der Muskelschwund, sind entscheidend um mobil zu bleiben, das Sturzrisiko zu senken und Lebensqualität zu erhalten. 

Ketogene Ernährung wirkt antientzündlich, also auch bei silent inflammations (stillen, bzw. unbemerkten Entzündungen), ebenso antioxidativ, sie stabilisiert die Blutzuckerkurve und ist immunmodulierend und immunstärkend. Ein wichtiger weiterer Faktor ist die Unterstützung der Mitochondrien, der Kraftwerke der Zellen.

Dies macht es verständlicher, warum ketogene Ernährung sich auf so viele unterschiedliche Krankheitsbilder positiv auswirkt.

Unser Körper kommt in den Zustand der Ketose. Diese aktiviert die Regulationskräfte unseres Körpers. 

In der letzten Zeit wird ketogene Ernährung immer mehr auf ihren positiven Einfluss auf verschiedenste Erkrankungen untersucht, z.B. auf neurodegenerative Erkrankungen, wie Alzheimer, Parkinson oder ALS, ebenso auf bestimmte genetisch bedingte Stoffwechselkrankheiten oder auch Tumorerkrankungen. Der positive Effekt auf Hashimoto, Diabetes 2, Metabolisches Syndrom, Fettleber und Autoimmunerkrankungen wird ebenfalls untersucht und positive Ergebnisse zeichnen sich ab. Ähnliches zeigt sich auch bei chronischen, psychiatrischen Erkrankungen, denn die Biochemie des Gehirns kann sich durch diese Ernährungsform wieder verändern.

Immer mehr Studien und Praxiserfahrungen zeigen, dass ketogene Ernähung nicht nur einer der besten Wege ist, um Gewicht zu reduzieren, sondern ein wirksames medizinisches Werkzeug ist. Dabei ist es ratsam bei Vorerkrankungen, sich mit therapeutischer Begleitung ketogen zu ernähren. Laborwerte sollen gegebenenfalls überwacht werden, denn Stoffwechselparameter können sich schnell und deutlich verbessern, so dass Medikamente angepasst oder reduziert werden müssen. Ohne Überwachung kann dies riskant sein.

Gesunde Menschen können Keto Ernährung präventiv als Kur oder phasenweise im Alltag integriert ausprobieren. Es wird sich positiv auf ihre Energie, Konzentration und Leistungsfähigkeit auswirken.

Darmsanierung und Detox